Logistik-Problem
Frage
Mein Hund wechselt beim Gassi gehen oft die Seite, geht dabei aber hinter mir vorbei. Wie schaffe ich es, dass er vor mir vorbeigeht, um den Seitenwechsel flüssiger zu gestalten?
Antwort
Um das "Hinterrum-Schleichen" abzustellen, müssen wir den Weg vor deinem Körper für deinen Hund attraktiv und logisch machen. Das Ziel ist ein geführter Seitenwechsel, bei dem du die volle Kontrolle behältst. Hier ist der Plan für dein Training:
- Die Lockmethode (Lure): Nimm ein hochwertiges Leckerli in die Hand, die auf der Seite ist, zu der dein Hund wechseln soll. Wenn dein Hund also von links nach rechts soll, nimm das Futter in die rechte Hand.
- Der weite Bogen: Halte die Hand mit dem Futter direkt vor die Nase deines Hundes und führe ihn in einem großzügigen Halbkreis vor deinen Beinen auf die andere Seite. Achte darauf, dass die Leine dabei locker bleibt und du nicht an ihm ziehst.
- Das Kommando: Sobald er die Bewegung flüssig mitmacht, führst du ein Signalwort ein (z. B. "Seite" oder "Wechsel"). Sag das Wort genau in dem Moment, in dem er beginnt, vor dir herzulaufen.
- Das Timing der Belohnung: Bestätige ihn mit dem Leckerli und einem Lob genau in dem Moment, in dem er auf der neuen Seite auf deiner Höhe angekommen ist. So lernt er: "Der Weg vorne herum bringt mich schnell ans Ziel und zum Erfolg."
Pro-Tipp: Achte auf deine Körpersprache. Wenn du leicht stehen bleibst oder einen kleinen Schritt zurückweichst, während du ihn vorne herumführst, schaffst du eine optische "Gasse", die es deinem Hund erleichtert, den Weg vor dir zu wählen, anstatt instinktiv hinter dich auszuweichen.
Signalüberlagerung
Frage
Mein Hund läuft mal rechts und mal links Fuß, da meine Frau ihm die rechte und ich ihm die linke Seite beigebracht habe. Kann ich das korrigieren, damit er bei mir auf das Kommando „Fuß“ zuverlässig links läuft?
Antwort
Ja, das lässt sich sehr gut korrigieren. Dein Hund muss lernen, dass das Wort „Fuß“ in Kombination mit deiner Person eine exakte Position bedeutet. Da Hunde stark auf Körpersprache reagieren, nutzen wir diese als Brücke zur neuen Eindeutigkeit:
- Die Position neu definieren: Beginne das Training im Stand. Führe deinen Hund mit einem Leckerli in der linken Hand an deine linke Seite. Sobald er korrekt neben dir sitzt oder steht, sagst du „Fuß“ und gibst ihm sofort die Belohnung. Wiederhole das mehrfach, ohne loszugehen.
- Optische Signale nutzen: Klopfe dir beim Kommando „Fuß“ leicht auf den linken Oberschenkel. Dieses Sichtzeichen ist für den Hund viel klarer als das rein akustische Wort und hilft ihm, sich sofort nach links zu orientieren.
- Konsequente Futterhand: Achte penibel darauf, dass Leckerlis bei dir nur aus der linken Hand und nur auf der linken Seite gegeben werden. Die rechte Seite muss für ihn bei dir „unattraktiv“ werden, weil dort schlichtweg nichts passiert.
- Korrektur ohne Strafe: Sollte er versuchen, nach rechts zu wechseln, bleibst du sofort stehen. Blockiere den Weg nach rechts sanft mit deinem Körper oder führe ihn wortlos wieder nach links. Erst wenn er links ist, geht es weiter.
Pro-Tipp: Wenn deine Frau weiterhin möchte, dass er bei ihr rechts läuft, empfehle ich langfristig zwei unterschiedliche Begriffe. Nutzt zum Beispiel „Fuß“ für links und ein neues Wort wie „Seite“ oder „Hand“ für die rechte Seite. So nimmt man den Druck aus der Entscheidung des Hundes und er kann bei beiden Personen glänzen.
Staubsauger-Gen
Frage
Mein Labrador-Mix wird bei Leckerlies so nervös, dass er wahllos alle gelernten Tricks abspult, um an die Belohnung zu kommen. Wie schaffe ich es, dass er ruhig bleibt und wieder konzentriert Neues lernen kann?
Antwort
Um die nervöse Erwartungshaltung zu senken, müssen wir das Stresslevel während des Trainings aktiv managen. Hier sind die effektivsten Strategien für „Nimmersatte“:
- Die Wertigkeit der Belohnung senken: Wenn er bei Fleischwurst durchdreht, nimm sein ganz normales Trockenfutter oder sogar etwas noch „Langweiligeres“ (wie Gurkenstückchen, falls er sie mag). Je weniger „high-end“ die Belohnung ist, desto klarer bleibt der Kopf.
- Belohnung für Nichtstun (Ruhe-Inseln): Belohne ihn zwischendurch explizit dafür, dass er einfach nur ruhig vor dir steht oder sitzt, ohne dass du ein Kommando gegeben hast. Er muss lernen: "Ruhe bringt mich zum Erfolg, Zappeligkeit pausiert das Spiel."
- Die „geschlossene Hand“: Halte ein Leckerli in der Faust. Dein Hund wird wahrscheinlich pföteln, bellen oder dich anstupsen. Warte absolut regungslos ab. Erst in der Sekunde, in der er kurz innehält oder den Blick abwendet (und somit Ruhe einkehrt), öffnet sich die Hand.
- Kein „Action-Feuerwerk“: Wenn er beginnt, sein gesamtes Repertoire (Sitz, Platz, Pfote) von sich aus abzuspulen, ignoriere das komplett. Schau weg oder mach einen Schritt zur Seite. Warte auf einen Moment der Stille, bevor du das eigentliche Kommando erneut gibst.
Pro-Tipp: Versuche es mal mit einer „Schleckerli“-Tube (mit Quark oder Leberwurst gefüllt). Da der Hund hierbei schlecken muss, wird physiologisch ein Beruhigungsreiz im Gehirn ausgelöst. Das Kauen oder hastige Schlucken von harten Leckerlies pusht den Adrenalinspiegel oft noch weiter nach oben.
Kein Schulabbrecher
Frage
Ich habe gehört, dass Hunde sich bis zu 1000 Gegenstände merken können, aber meiner schafft noch nicht einmal vier. Ist mein Hund weniger intelligent oder woran liegt das?
Antwort
Zuerst einmal: Atme tief durch. Die Zahl 1000 ist ein absoluter Extremwert aus der Forschung. Der durchschnittliche Hund kann etwa 165 Signale (Wörter, Gesten, Symbole) lernen – und dazu zählen auch "Sitz", "Platz" und "Gassi". Wenn dein Hund vier Spielzeuge namentlich unterscheiden kann, ist das bereits eine tolle kognitive Leistung!
Dass es bei den vier Gegenständen hakt, liegt oft nicht an der Intelligenz, sondern an der Art der Verknüpfung. So hilfst du ihm auf die Sprünge:
- Diskriminations-Training: Hunde lernen durch Unterscheidung. Wenn du "Bring den Ball" übst, leg nicht fünf andere Dinge daneben. Starte mit dem Ball und einem völlig uninteressanten Gegenstand (z. B. einem alten Schuh). Belohne nur den Ball.
- Eindeutige Namen: Wähle Namen, die sich klanglich stark unterscheiden. "Ball" und "Teddy" sind super. "Ball" und "Aal" wären für Hundeklappohren viel zu ähnlich.
- Die 3-Sekunden-Regel: Die Verknüpfung zwischen dem Wort und dem Gegenstand passiert im Hundehirn innerhalb von Millisekunden. Sag das Wort genau in dem Moment, in dem er den Gegenstand berührt oder anschaut.
- Generalisierung vermeiden: Ein "Ball" ist für uns immer ein Ball, egal ob rot oder blau. Für einen Hund kann ein blauer Ball ein völlig neues Objekt sein. Bleib beim Lernen erst einmal bei exakt demselben Spielzeug.
Wichtig zu wissen: Intelligenz beim Hund zeigt sich nicht nur im Vokabelheft. Manche Hunde sind Genies darin, deine Stimmung zu lesen oder den sichersten Weg durch den Wald zu finden, auch wenn sie den Namen ihres Quietsche-Entchens immer wieder vergessen.
Diskriminationslernen
Frage
Wie führe ich spielerisch einen fünften Gegenstand ein, ohne dass mein Hund die Namen der bisherigen vier Objekte wieder vergisst?
Antwort
Der Schlüssel liegt darin, das neue Objekt erst einmal isoliert zu etablieren und es dann ganz langsam in die Gruppe der bekannten Gegenstände zu integrieren. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Schritt 1: Das Warm-up: Beginne mit einer kurzen Erfolgsserie. Lass deinen Hund zwei der alten Gegenstände bringen, die er sicher beherrscht. Das stärkt sein Selbstvertrauen und schaltet das Gehirn in den „Arbeitsmodus“.
- Schritt 2: Die isolierte Neuvorstellung: Nimm den fünften Gegenstand (nennen wir ihn „Tau“). Leg nur das Tau vor ihn hin. Sag „Bring Tau“. Da es der einzige Gegenstand ist, wird er ihn nehmen. Belohne ihn überschwänglich! Wiederhole das ca. 5-10 Mal, bis er das Wort „Tau“ mit diesem spezifischen Ding verknüpft hat.
- Schritt 3: Die 50/50-Entscheidung: Jetzt wird es spannend. Leg das neue „Tau“ und einen der alten, bekannten Gegenstände (z. B. den „Ball“) nebeneinander. Fordere ihn auf: „Bring Tau“. Bringt er das Tau? Jackpot! Bringt er den Ball? Nicht schlimm – nimm ihm den Ball wortlos ab, leg ihn wieder hin und zeige kurz auf das Tau, bevor du es erneut versuchst.
- Schritt 4: Die Rotation: Erst wenn er bei der 50/50-Wahl sicher ist, nimmst du einen anderen bekannten Gegenstand dazu. Erhöhe die Anzahl der liegenden Objekte erst, wenn die Fehlerquote gegen Null geht.
Pro-Tipp: Achte darauf, die Position der Gegenstände auf dem Boden immer wieder zu tauschen. Hunde merken sich oft nicht nur den Namen, sondern auch: „Das Ding, das links liegt, ist immer das Richtige.“ Durch das Umhertauschen zwingst du ihn, wirklich auf das Wort und das Objekt zu achten.
Ungeduldiger Ergebnistyp
Frage
Mein Hund lässt die Gegenstände immer wieder fallen, sobald er merkt, dass er den richtigen gefunden hat. Wie bringe ich ihn dazu, das Objekt sicher zu halten oder mir direkt in die Hand zu geben?
Antwort
Wir müssen die Belohnung weg vom „Finden“ und hin zum „Bringen und Abgeben“ verschieben. Dein Hund beendet die Übung momentan selbstständig – diesen Job musst du wieder übernehmen. So korrigieren wir den vorzeitigen Abbruch:
- Das „In-die-Hand“-Target: Übe separat, dass dein Hund seine Nase oder sein Maul in deine flache Hand legt. Erst wenn er lernt, dass der Kontakt zu deiner Hand die Belohnung auslöst (und nicht das bloße Finden auf dem Boden), wird er den Gegenstand auch dorthin transportieren.
- Verzögerte Bestätigung: Wenn dein Hund den Gegenstand aufnimmt, gib nicht sofort das Lobwort oder den Click. Warte eine Millisekunde länger. Er muss lernen: "Nur wenn das Ding in meinem Maul ist, während mein Mensch 'Prima' sagt, gibt es Futter."
- Rückwärts-Training: Fordere ihn aus einer ganz kurzen Distanz (nur 10 cm) auf, den Gegenstand zu nehmen. Halte deine Hand direkt unter seinen Fang. Sobald er ihn nimmt, lässt er ihn in deine Hand fallen – das ist der Moment für das Leckerli. Erhöhe die Distanz erst, wenn das "In-die-Hand-Geben" reflexartig sitzt.
- Die „Hand-Schüssel“: Halte deine Hände wie eine Schale unter sein Maul, während er den Gegenstand bringt. So verhinderst du physisch, dass er auf den Boden fällt, und lenkst seinen Fokus auf deine Hände als Zielort.
Pro-Tipp: Versuche, die Belohnung nicht sofort aus der Tasche zu ziehen. Wenn dein Hund sieht, dass deine Hand zur Tasche wandert, "kündigt" er innerlich den Job und lässt das Spielzeug fallen. Bleib völlig ruhig, nimm den Gegenstand entgegen und greife erst danach ganz entspannt zum Leckerli.
Beutespiel
Frage
Beim Apportieren holt mein Hund den Gegenstand zwar, will ihn dann aber nicht hergeben, sondern macht Zerrspiele oder schleudert ihn herum. Wie kann ich ihm beibringen, das Objekt stattdessen brav abzugeben?
Antwort
Um dieses Verhalten zu korrigieren, müssen wir den Fokus von der „Beute“ weg und hin zur Kooperation mit dir lenken. Dein Hund muss lernen, dass das Abgeben nicht das Ende des Spaßes bedeutet, sondern der Auslöser für die nächste spannende Aktion ist. So gehst du vor:
- Das Tauschgeschäft: Biete deinem Hund immer einen hochwertigen Tausch an. Sobald er mit dem Gegenstand bei dir ankommt, zeigst du ihm ein Leckerli oder ein zweites, gleiches Spielzeug. Er wird den ersten Gegenstand fallen lassen, um das Neue zu ergattern. Sag in dem Moment des Loslassens dein Kommando (z. B. "Aus").
- Die Zwei-Spielzeug-Methode: Nutze zwei identische Dummys oder Bälle. Wirf den ersten. Wenn dein Hund ihn geholt hat und bei dir ist (und vielleicht gerade zum Schütteln ansetzen will), machst du den zweiten Gegenstand in deiner Hand extrem spannend. Er wird den ersten fallen lassen, woraufhin du den zweiten sofort wirfst. So lernt er: "Loslassen startet den nächsten Lauf."
- Keine Aufmerksamkeit für das Schütteln: Wenn er anfängt, den Gegenstand "totzuschütteln" oder dich zum Zerren aufzufordern, werde sofort passiv. Dreh dich weg oder mach dich steif. Geh nicht darauf ein, denn jede Interaktion (auch Schimpfen) ist für den Hund in diesem Moment eine Bestätigung des Beutespiels.
- Die Distanz verringern: Übe das Apportieren anfangs an einer kurzen Leine (ca. 2-3 Meter). So verhinderst du, dass er mit der Beute triumphierend Ehrenrunden dreht, und kannst ihn sanft zu dir führen, wo sofort der Tausch stattfindet.
Pro-Tipp: Achte darauf, niemals dem Hund hinterherzulaufen, wenn er das Objekt hat. Das interpretiert er als Fangspiel, was seinen Beutetrieb nur noch weiter anstachelt. Bleib stehen oder geh sogar ein paar Schritte rückwärts weg, um ihn dazu zu bewegen, zu dir zu kommen.
Streik
Frage
Mein Hund bleibt beim Gassi gehen oft stehen, weil er keine Lust auf die Richtung hat oder direkt wieder nach Hause will. Wenn ich die Leine fallen lasse und weggehe, kommt er zwar nach, aber das halte ich für keine gute Dauerlösung. Wie bekomme ich ihn dazu, mir besser zu folgen?
Antwort
Wir müssen den Fokus von "Ich zwinge dich mitzukommen" (durch Druck oder Verlassen) hin zu "Es ist spannend, mir zu folgen" verschieben. Dein Hund muss lernen, dass du die Entscheidungen triffst, diese Entscheidungen aber immer etwas Positives für ihn bedeuten. Hier sind die Schritte für eine bessere Folgebereitschaft:
- Körpersprache statt Leinenzug: Wenn dein Hund stehen bleibt, dreh dich nicht zu ihm um (das wirkt wie eine Barriere), sondern dreh deinen Körper in die gewünschte Richtung. Mach dich groß, nimm die Schultern zurück und geh entschlossen los. Ein leichtes, fröhliches Locken ("Und hopp!") wirkt Wunder.
- Die "Gegenrichtung" spannend machen: Oft wollen Hunde nach Hause, weil der Weg dorthin "bekannt und sicher" ist. Gestalte den Weg weg vom Haus als Abenteuer. Verstreue ein paar Leckerlies im hohen Gras oder lass ihn über einen Baumstamm balancieren. Der Weg muss sich für ihn lohnen.
- Richtungswechsel einbauen: Warte nicht, bis er streikt. Wechsle während des Spaziergangs oft und unerwartet die Richtung. So lernt er, dass er auf dich achten muss, weil er sonst gar nicht weiß, wo es langgeht. Belohne ihn sofort mit Worten oder Futter, wenn er auf deine Richtungsänderung reagiert.
- Die Einladung: Wenn er blockiert, geh ein paar Schritte rückwärts in die gewünschte Richtung und locke ihn zu dir. Sobald er in Bewegung kommt und bei dir ist, lobst du ihn und gehst zügig gemeinsam weiter. Bewegung erzeugt Bewegung.
Pro-Tipp: Achte darauf, ob das Verhalten nur an bestimmten Stellen auftritt. Manchmal steckt auch Unsicherheit (ein gruseliges Geräusch, ein fremder Geruch) dahinter. In diesem Fall hilft es, den Hund kurz "an die Hand zu nehmen" – also nah bei dir zu führen und ihn mit ruhiger Stimme durch die Zone zu begleiten, anstatt ihn durch das Fallenlassen der Leine allein zu lassen.
Territoriales Verhalten
Frage
Mein Hund darf sich frei auf dem Grundstück bewegen, bellt aber Passanten am 10 Meter entfernten Tor sehr aggressiv an und lässt sich kaum beruhigen. Wie kann ich dieses territoriale Bellen kontrollieren?
Antwort
Um dieses Verhalten zu durchbrechen, müssen wir zwei Dinge tun: Sein Management ändern und ihm eine alternative Aufgabe geben. Er muss lernen, dass du entscheidest, wer eine Gefahr darstellt und wer nicht.
- Einschränkung der Privilegien: Solange das Training nicht sitzt, sollte dein Hund keinen unbeaufsichtigten Zugang zum Bereich am Tor haben. Freiheit ist ein Privileg, das Verantwortung erfordert. Wenn er diese Verantwortung (das "Wachen") zu ernst nimmt, musst du den Zugang vorerst räumlich begrenzen (z. B. durch einen Innenzaun oder indem er nur mit dir raus darf).
- Das "Abholen"-Prinzip: Sobald er anschlägt, geh nicht schimpfend auf ihn zu (das wirkt für ihn wie Mitbellen), sondern geh ruhig zu ihm, stell dich zwischen ihn und das Tor (Körpersprache: "Ich übernehme jetzt") und führe ihn kommentarlos 10 Meter weg vom Tor in Richtung Haus.
- Das Abbruchsignal mit Belohnung: Trainiere ein Signal wie "Danke, reicht!". Wenn er bellt, gibst du das Signal, holst ihn ab und sobald er den Fokus von der Straße auf dich richtet, gibt es eine hochwertige Belohnung. Er soll lernen: "Wenn jemand kommt, melde ich kurz und gehe dann zu meinem Besitzer, um mir mein Gehalt abzuholen."
- Visual Management: Wenn möglich, installiere einen Sichtschutz am Tor. Wenn der Hund den "Reiz" nicht kommen sieht, sinkt das Erregungslevel deutlich, bevor die Person überhaupt auf seiner Höhe ist.
Pro-Tipp: Achte auf deine eigene Energie. Wenn du hektisch "Aus!" oder "Nein!" brüllst, bestätigst du ihn in seiner Aufregung. Deine Ruhe ist der Schlüssel. Je souveräner und gelassener du die Situation "klärst", desto eher wird er bereit sein, den Job des Wachmanns an dich abzugeben.